PHP wird z.B. für Blog-Seiten oder für Kontaktformulare, aber zunehmend auch für ganz "normale" Webseiten gebraucht. Spätestens, wenn dein so wunderschön konfiguriertes Kontaktformular statt Eingabefelder nur einen Haufen Code anzeigt, wenn am oberen Browserfensterrand irgend ein kryptischer Code auftaucht oder wenn gar nix funktionieren will, solltest du doch ein wenig in PHP einsteigen. Zumindest solltest du überprüfen können, ob dein Server, auf dem deine Seite gehostet ist, überhaupt PHP versteht.

Denn: Nicht jeder Webserver unterstützt standardmäßig PHP. Allerdings: Die meisten Hostingangebote können mittlerweile PHP. Es gibt aber immer noch Hoster, die in der PHP-Geschichte stecken geblieben sind und nicht über PHP 5.6 hinausgekommen sind - aktuell ist PHP 7, PHP 5.6 wird seit Anfang 2017 nicht mehr unterstützt (was aber nicht heisst, dass Webseiten, die für PHP 5.6 und davor konzipiert wurden, nun nicht mehr funktionieren, es wird halt nicht mehr weiterentwickelt).

Du solltest beim  Hoster deiner Webseite im Vorfeld abklären ob PHP überhaupt ausführbar ist - schlimmstenfalls musst du dein Webhosting-Paket auf eine Version „upgraden“, welche PHP ermöglicht - und zwar möglichst PHP 7. Bei den meisten Hostern gehört PHP jedoch zur Grundausstattung ihrer Angebote, so dass PHP-Code dort in den meisten Fällen automatisch funktioniert, ohne dass man etwas einstellen muss. Bei einigen Hoster musst du die PHP-Version  manuell einstellen - wo genau, unterscheidet sich von Hoster zu Hoster.

Um zu testen, ob auf deinem Server PHP zur Verfügung steht und welche Version ausgeführt wird, legst du eine Text-Datei (reiner Text) mit dem Namen phptest.php an. Diese Datei muss diesen Inhalt haben:

<?php phpinfo(); ?> 

Diese Datei lädst du dann auf deinen Server hoch, legst sie auf die oberste Ebene deines FTP-Verzeichnisses, anschließend rufst sie über die Adresszeile deines Browsers diese URL auf:

www.deinedomain.de/phptest.php

Du bekommst du eine lange Liste mit kryptischen Angaben angezeigt, die dich im Detail nicht interessieren müssen Funktioniert es nicht, hast du vermutlich keinen PHP-fähigen Webspace. In jedem Fall bekommst du aber auch die benutzte PHP-Version, angezeigt - für das in RapidWeaver mitgelieferte Kontaktformular  muss es beispielsweise mindestens PHP 5 sein.

PHP-Dateien haben immer die Endung .php (oder .php3, .php4 bzw. .php5 bzw. php7). PHP-Dateien müssen ausführbar sein, d.h. die Zugriffsrechte müssen so eingestellt sein, dass sie auch ausführbar sind - die Rechte müssen auf 777 oder auf 766 gesetzt sein.

RapidWeaver sollte das  automatisch für dich erledigen - bei Fehlfunktionen kannst du aber durchaus einmal überprüfen, ob die Rechte auf dem Server korrekt gesetzt sind.

 

Noch eine Anmerkung:

Oben schrieb ich, dass du möglichst die aktuellste Version von PHP nutzen solltest. Grundsätzlich ist das schon richtig, aber keine Regel ohne Ausnahme. Mitunter führt die aktuellste Version zu Darstellungsproblemen auf der Webseite. Auf die Gründe will ich hier nicht weiter eingehen, das würde zu weit führen. Aber wenn deine Webseite nach dem Aktualisieren der PHP-Version Merkwürdigkeiten aufweist, solltest du ein oder zwei Versionen zurück gehen. I.d.R. hilft das und das Problem ist beseitigt.