Um dir diesen Zahn gleich mal zu ziehen: So geht das nicht.

Erstens ist SEO in seiner Bedeutung auf dem absteigenden Ast. Die ganze Entwicklung der Bewertungsalgorithmen, die Suchmaschinen in den letzten Jahren vorangetrieben haben, zeigt deutlich, wohin die Reise geht: Organische Suche und qualitativ hochwertige Inhalte statt keywords und andere "Tricks". Ich wage zu prophezeien, dass es Suchmaschinenoptimierung in der derzeitigen Weise in spätestens fünf Jahren nicht mehr geben wird. Trotzdem gibt es einige Punkte, auf die du achten solltest - und das gilt auch für RapidWeaver-Projekte:

  • Setze die Spracheinstellungen deines Projektes auf die Sprache, in der auch die Seiteninhalte angelegt sind (Settings > General > Site Language).
  • Schau, dass die Domain deiner Seite eine "sprechende Domain" ist und vermeide unter allen Umständen Umlaute im Domainnamen.
  • Lege für alle Einzelseiten einen sprechenden Namen an, der etwas mit dem jeweiligen Seiteninhalt zu tun hat. Die von RapidWeaver automatisch angelegten Seitennamen reichen nicht aus. Das machst du im Seiteninspektor unter Generall > Folder bzw. Filename (bei Seiten, bei denen Tidy Website Links aktiviert ist, muss der Filename immer auf index lauten.
  • Aktiviere das Erstellen einer Sitemap, denn das erleichtert den Suchmaschinen den Zugriff auf deine Seiten (Settings > Advanced > Generate Search Engine Site Map).
  • Erstelle eine robots.txt-Datei für deine Projekte oder bediene dich der Möglichkeit, die Indexierbarkeit deiner Einzelseiten mit einem Rpbots-Tag zu ermöglichen bzw. zu verhindern. Das geht im Seiteninspektor unter Meta Tags.
  • Erstelle eine kurze Beschreibung des Seiteninhaltes, und zwar individuell für jede einzelne Seite. Auch das machst du im Seiteninspektor unter Meta Tags und Description.

Wichtig ist eine Seitendarstellung, die sowohl auf Desktop- wie auf Mobil-Geräten gut funktioniert. Das funktioniert bei den fertig vorkonfigurierten Themes von alleine (mehr oder minder gut), bei den framework-basierten Projekten wie Foundry, Foundation u.a. musst du dir selbst Gedanken machen. Wichtig ist aber primär, dass der Seitenbesucher auch das finden soll, was du ihm vermittelt (ich schreibe mal nicht "verkaufen") möchtest.

Viel mehr brauchst du an "Tricks" erst einmal nicht zu machen, alles Weitergehende ist Profiwissen. Konzentriere dich um so mehr auf die Qualität deiner Inhalte:

  • Erstelle keine Textwüsten, sondern kurze, prägnante und schnell erfassbare Inhalte
  • Gliedere deine Texte mit Überschriften, die in H-Tags gesetzt werden (das geht mit üblichen Header-Stacks) und achte dabei darauf, dass die Überschriftenhierarchie von H1 bis H6 eingehalten wird
  • Kopiere keine Texte von anderen Webseiten
  • Optimiere deine Bilder, d.h. schaue, dass die Pixelabmessungen nur so groß wie absolut möglich sind und reduziere die Dateigröße soweit, dass die Qualitätsverluste gerade noch erträglich sind
  • Versehe deine Bilder mit sogenannten ALT-Tags, das sind Texte, die den Bildinhalt kurz beschreiben

Aber das Wichtigste: Liefere interessante, gut geschriebene Inhalte. Sowohl die Texte wie auch die Bilder sollten hohen Ansprüchen genügen und dem Seitenbesucher irgendeinen Mehrwert bieten. Marketinggewäsch ist das nicht angezeigt, denn das machen alle anderen auch. Überlege dir, ob du Texte von einem Webtexter erstellen lässt und Fotos solltest du auch besser nicht mit dem iPhone knipsen, sondern auf professionell erstelltes Material zurückgreifen.

Wenn du das alles beherzigst, hast du schon mal nicht viel falsch gemacht. Der Rest ist Kür - und die solltest du ggfs. den Profis überlassen. Aber das sagte ich schon.

Bildquelle: Pexels