Fährt man über die teilweise doch recht schmucken Dörfer, sieht man allerdings kaum Infrastruktur: Keine Schule, keine Kneipe, keine Geschäfte, wahrscheinlich gibt es noch nicht mal einen regelmäßigen Busverkehr. Bahnlinien sind hier ohnehin rar. Wie mir erzählt wurde, gibt es in einigen Orten immerhin einen Lebensmittelwagen, bei dem man zu hohen Preisen ein-, zweimal die Woche das allernötigste kaufen kann. Mit alltäglicher Versorgung hat das wenig zu tun. Ob das zu DDR-Zeiten anders oder im Vergleich zu anderen Landesteilen besser war, will ich gar nicht bewerten, aber damals war so einiges anders.

Jetzt haben wir 2019 und wenn man das über Land fährt, gibt es fast flächendeckend kein Netz, zumindest kein ernsthaft brauchbares. Zu einem erheblichen Teil noch nicht einmal Edge. Und das in einem der reichsten Länder der Welt. Vor einigen Wochen bin ich von Prag über das dicke Land zurückgefahren: Überall LTE. In Nordosten Deutschlands kann ich kilometerweit fahren und kann sicher sein: Kein Handyempfang.

Internet: Da sieht es auch nicht viel anders aus. Selbst größere Hotels bieten ein eher mäßiges WLAN, wobei ich annehme, dass nicht das WLAN selbst das Problem ist, sondern das Netz bis zum Hotel. Ich war u.a. nördlich von Pasewalk: Hier gibt es außer Festnetztelefon rein gar keine Anbindung an irgendein Netz. Kein Handy, kein Internet. Unfassbar in einem so reichen Land.

Wie gesagt: Wer mal gründlich zur Ruhe kommen will, fährt in die Uckermark.