Ladegeschwindigkeit und Content

Vergiss alle SEO-Grundsätze, die noch vor ein paar Jahren gegolten haben. Heute geht es (mal abgesehen von solchen Selbstverständlichkeiten wie mobile Darstellung und Sicherheitsaspekte) um Ladegeschwindigkeit und um Content. Die ganzen altbekannten sogenannten "Tricks" kannst du dir sparen. SEO muss bereits Teil der Webseitenproduktion sein, eine nachträgliche Optimierung ist ein mühsames und meistens viel zu aufwändiges Verfahren.

Das gleiche betrifft die Inhalte: Die sollten einzigartig sein und ein Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten. Grundsatz: "Was kann ich besser als der Mitbewerber am Ort....?" Die Inhalte müssen barrierefrei integriert werden und müssen trotzdem so aufbereitet werden, dass der Seitenbesucher auf der Seite auch das macht, was er machen soll. Inhalte (und damit meine ich nicht nur die lesbaren Inhalte) müssen keywordorientiert aufbereitet sein, d.h. einer Optimierung muss erst einmal die Frage vorausgehen, mit welchen Begriffen du überhaupt gefunden werden willst. Und diese Keywords müssen zwar einerseits das Angebot der Seite abbilden, dürfen aber einerseits sich nicht mit den Keywords der Mitbewerberseiten in die Quere kommen, und drittens auch nicht ubiquitär sein.


Ranking gegen Geld

Vergiss alle Märchen über die Bezahlbarkeit von Rankingpositionen. Das einzige, was du kaufen kannst, ist Affiliate-Werbung, die dann ggfs. oberhalb der organischen Suchergebnisse angezeigt wird. Das wird von so manchem Zeitgenossen für bezahlte Rankingpositionen gehalten, hat aber nichts mit mit den Treffern in den SERPS zu tun.


Organische Suche wird unwichtiger

Mach dir klar (und das betrifft gerade lokales Business), dass Kontaktaufnahme im Web zunehmend seltener über die organische Suche erfolgt, sondern über das was Google Places innerhalb der Suchergebnisseiten anzeigt - das ist fast immer ein Bereich oben rechts. Bei Hotels und Restaurants macht das mittlerweile gut 50% erfolgreicher Kundenkontakte aus. Insofern treten auch die gängigen Trackingverfahren (branchenabhängig) zunehmend in den Hintergrund, weil sie nicht mehr den wirklichen Erfolg oder Misserfolg einer Seite abbilden. Ganz wichtig ist deshalb ein Google Business Account.


Vergiss Backlinks

Was du auch vergessen kannst, sind Backlinks. Grundsätzlich ist das schon ein noch immer wichtiger Aspekt, aber das funktioniert heute so nicht mehr und Backlinks in Eigenregie zu generieren kann ein Schuss sein, der nach hinten losgeht. Abgesehen davon hat eine kleine lokale Seite kaum Chancen auf zielführende Backlinks. Backlinks sind etwas für große und professionelle gepflegte Webauftritte.


AdWords als Möglichkeit

Da kleine, lokale Seiten, besonders wenn sie kein wirklich einzigartiges Angebot haben, nur schwer auf vordere Rankingplätze kommen, macht Affiliate-Werbung (also Google AdWords) Sinn. Das ganze ist allerdings ein Vabanquespiel, bei dem man sich gehörig verzocken kann, wenn man nicht aufpasst. Allerdings kann man dieser Gefahr mit Limits begegnen. Nur müssen die Keywords halt geeignet sein - und genau das ist sowohl die Schwierigkeit als auch die Chance.


Fazit

Suchmaschinenoptimierung ist zwar kein Hexenwerk, aber zu glauben, die änderst mal was an deiner Seite und die Kontaktaufnahmen via Webseite gehen in der Folgewoche durch die Decke, funktioniert nicht. Das dauert alles seine Zeit. Und es hilft, deine Webseite regelmäßig zu pflegen und die Inhalte zu aktualisieren. Diesbezüglich bin ich ein großer Freund von Blogs. Wobei die gepflegt werden müssen und auch wirklich wertvollen Inhalt bieten müssen.

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Bildquelle: Pexels