THERAPAGE: WEBDESIGN

Webdesign für kleine und mittlere Unternehmen

"Responsive" Webseiten - kurz erklärt

Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff „Responsives Webdesign“ und warum dieser Begriff so wichtig geworden?

Früher war alles einfach: Man hatte einen Computer mit einem Monitor - und die Monitore waren meisten klein. Der Monitor galt bereits als gross, wenn er eine Bildschirmdiagonale von 17 Zoll hatte und die Bildschirmauflösung lag im Normalfall bei 1280 x 720. Und darauf waren die meisten Webseiten ausgerichtet - so mancher entblödete sich noch nicht einmal, gleich auf der Startseite erscheinen zu lassen:

„Diese Webseite ist optimiert für eine Monitor mit einer Auflösung von 1280 x 720“

Heute ist Alles anders:




Wir haben breite Monitore, wir haben ganz grosse Monitore, wir haben die kleinen Displays von Netbooks, wir haben iPads (oder andere Tablett PCs) und wir haben Smartphones. Mit allen diesen Geräten kann man Webseiten aufrufen - aber die unterschiedlichen Anforderungen, die hier miteinander kompatibel gemacht werden müssen, sind gross geworden.

Surfe ich z.B. eine Webseite an, die für einen grossen Monitor optimiert wurde, habe ich als Smartphone-Nutzer u.U. das Nachsehen. Bei Smartphone-Nutzer kommt noch dazu, dass deren Touch-Screens ganz bestimmte Anforderungen stellen: Einmal muss die Nutzerführung auf einer solchen Seite anders sein und dann braucht es natürlich auch eine angepasste Darstellung.

Man kann sich mit versteckten und für die jeweiligen Geräte optimierten Unterseiten behelfen, auf die dann -der Seitenbesucher merkt von diesem Vorgang meistens gar nichts- automatisch umgeschaltet wird: Ich bekomme also jeweils eine andere Seite zu sehen, wenn die gleiche Adresse mit einem Smartphone oder z.B. vom Schreibtischrechner aus aufrufe. Allerdings:

Die meisten Webseiten nehmen auf die unterschiedlichen Gerätetypen keine Rücksicht. Tatsächlich ist die Entwicklung rasant und vor einem Jahr wusste noch niemand, dass es die Möglichkeit gibt, eine Webseite so aufzubauen, dass sie sowohl auf einem Mahnt wie auch auf die 30-Zoll-Monitor gut aussieht - ohne Umschaltung auf Unterseiten. Heute aber gibt es

„Responsive Webseiten“


Was ist das...?

„Responsive“ Webseiten sind Webseiten, die reaktionsfähig (= responsiv) bleiben. Es gibt dabei v.a. einmal keine festen Regeln, welches Element des Seiteninhaltes wo zu liegen kommt. Bis noch vor Kurzem baute man Webseiten in einem „Grid-Design“, bei dem eine Webseite rasterartig aufgeteilt war. Diese rasterartige Aufteilung ist aber dann kontraproduktiv, wenn die Element und das Layout inflexibel und starr ist. Wenn ich dann auf die gleiche Seite mit sehr unterschiedlichen Geräten zugreifen will, passiert das:

Was auf dem einen Gerät gut aussieht, ist auf dem anderen Gerät kaum noch nutzbar.

Responsive Webseiten erkennen Sie daran, dass sich die Positionierung der Elemente deutlich verschiebt, wenn sie die Browserfenstergrösse verändern. Das Schöne dabei: Das Seitenlayout wird nicht einfach zerhauen, es bleibt funktional und auch ansprechend gestaltet - nur verändert sich die Anordnung der Elemente zueinander. Egal, ob die Seite im Breitbildformat angesehen wird oder ob das Browserfenster ganz schmal ist: Die Seite bliebt nutzbar.

Schriften machen oft ein Problem: Sind die Schriftgrössen statisch angelegt, ist ein Text, der auf einem Schreibtischmonitor gut lesbar ist, auf dem Smartphone-Display nur noch mit der Lupe zu erkennen. Responsive Webseiten haben jedoch veränderliche Schriftgrössen, die sich den unterschiedlichen Bedürfnissen anpassen.

Genauso mit Bildern: Ein Bild mit einer festen Bildgrösse kann auf einem Schreibtischmonitor oder auch noch auf dem Notebook gut proportioniert erscheinen, auf dem Smartphone oder dem iPad aber sprengt das gleiche Bild die Dimensionen. Auch das setzen responsive Webseiten anders um.

Zum Vergleich einmal eine Seite, die den gleichen Inhalt auf dem iPhone (oder einem anderen Smartphone) ganz anders wie auf dem Schreibtischmonitor darstellt:

image

Beide Seiten sind trotz völlig unterschiedlicher Darstellung in vollem Umfang nutzbar und behindern den Seitenbesucher weder durch ein verschobenes Layout, noch durch zu kleine/zu grosse Bilder oder zu kleine/zu grosse Schriften.

Und Ihre Webseite...?


Ob Ihre Webseite auf allen Geräten nutzbar ist, können Sie einmal mit diesem Hilfsmittel überprüfen:

Responsinator

U.U. erleben Sie eine Überraschung...

Wichtig: Eine Webseite muss gepflegt und aktualisiert werden, d.h. sie muss an die sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden - ansonsten wird der Seitenbesucher und damit Ihr potentieller Patient, Klient oder Kunde behindert. Das gilt für responsive wie auch für nicht responsive Webseiten gleichermassen.

Nachtrag: Nein, diese Seite hier ist auch nicht responsiv - noch nicht. Als diese Seite eingerichtet wurde, war das Thema zwar schon aktuell - aber es gab noch keine wirklich guten Lösungen dafür. So schnell ändern sich die Bedingungen im Internet...
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Auch Webdesign braucht eine Befunderhebung

Wenn jemand zu mir kommt und nachfragt, ob ich ihm eine Webseite erstellen könne, sage ich in aller Regel erst mal nicht "Nein". Ich will ja ab und zu auch mal was verdienen...

Doch vor aller Webseitengestaltung muss man erst einmal bestimmen, was überhaupt Zweck eines solchen Vorhabens ist - nehmen wir einmal das Beispiel einer Arztpraxis:

  • was ist das für eine Praxis, die Sie bewerben wollen?

  • wozu soll Ihre Praxiswebseite dienen?

  • wen und was wollen Sie mit Ihrer Webseite erreichen?

Letzt äußerte ein Arzt, den ich darauf hin angesprochen hatte, ob er sich nicht eine Webseite für seine Praxis vorstellen könne, ich solle ihm einmal ein Konzept erstellen.



image

Er rief bei mir an und meinte, ich solle ihm mal einen Entwurf machen, ich hätte völlig freie Hand. Ich versuchte, zu erfragen, was er sich denn so als Konzept vorstellen würde und letztlich endete das in der Antwort:

„Na, eine Webseite für meine Praxis halt“.

Wir versuchten uns dann Schritt-für-Schritt an die Inhalte und an das Layout zu machen - ich wollte wissen, welche Farben ihm gefallen würden, ob er bereits Materialien habe, die man nutzen könne. Ich wollte wissen, welche Informationen die Webseite transportieren solle und so telefonierten wir mehrmals miteinander. Der Kunde wurde immer genervter und irgendwann hörte ich so etwas wie

„Was fragen Sie mich ständig? - Sie sind doch der Webdesigner. Da kann ich die Seite ja gleich selber machen“.

Gut, er war halbswegs freundlich - war dann aber bei den nächsten Telefontermin einfach nicht mehr erreichbar...

Orientierungslosigkeit versus kreativer Freiraum


Natürlich freue ich mich über grosse kreative Freiräume - nur weiss ich halt nicht, wie ich sie nutzen soll, wenn ich nichts über den Kunden weiss und wenn dieser nichts über sich preis geben möchte.

Wenn ein Patient eine Arztpraxis (oder auch die Praxis eines Heilpraktikers, Therapeuten etc.) mit einem gesundheitlichen Problem „behelligt“, muss sich der Arzt auch erst mal ein Bild verschaffen. Mit „Mir geht's schlecht“ weiss der Arzt oder Therapeut wenig anzufangen - von Notfallsituationen mal abgesehen. Also wird sich der Herr oder die Frau Doktor erst einmal darum bemühen, mehr Informationen über diesen Patienten zu bekommen - und das geht über eine ganz klassische und lege-artis durchgeführte Diagnostik. Ganz egal ob es sich um die ein wenig aus der Mode gekommene Befunderhebung mit Hilfe der sieben Sinne oder um hochtechnisierte Diagnostikverfahren handelt - der Arzt braucht Informationen über das Problem, das der Patient in die Praxis getragen hat.

Ohne Diagnostik gibt es keine Therapie. Oder eben Murks...


Im Webdesign ist das nicht Anders:

Ohne Befunderhebung gibt es keine Webseite. Ohne Befunderhebung gibt es entweder irgendeinen Standardkram, der sich in nichts von tausenden anderer Seiten unterscheidet - schlimmstenfalls sogar mit den immer gleichen Textbausteinen...

Tatsächlich sind sich die meisten Kunden nicht darüber im Klaren, wie viel "Befundungsaufwand" getrieben werden muss, um die Arbeitsbasis für gutes Webdesign zu erhalten. Die meisten antworten auf die Frage

„Was stellen sie sich denn für eine Praxiswebseite vor“

mit diesen drei Statements:

  • „ich will eine gute Webseite, die sich von denen meiner Konkurrenten unterscheidet“

  • „Ich will bei Google natürlich an erster Stelle stehen, mindestens aber an zweiter“

  • „und viel kosten darf die Webseite auch nicht...“


*grmpfl*


Klar sind viele Features, die man heutzutage auf Webseiten findet, manchmal nützlich, manchmal überraschend gut - aber sind diese Features auch zielführend? D.h., erreichen Sie, wenn Sie eine entsprechende Praxiswebseite haben mit diesen Features auch das, was Sie mit Ihrer Webseite möchten...?

Das Internet als Kommunikationskanal nutzen, die Chance einer Praxiswebseite als mittlerweile unverzichtbares Mittel des Praxismarketings zu nutzen - letztlich geht es um Patientenaufklärung, Patienteninformation und Patientengewinnung. Oder noch genauer: Um Generierung von Gewinn. Und das werden wir bei der Konzipierung einer Webseite nur erreichen, wenn wir erst einmal Ihren Bedarf erarbeiten - wenn wir eine "Diagnose" stellen.

Und was den Preis angeht:


Webdesign ist eine aufwändige Sache, wenn es richtig umgesetzt werden soll. Das machen Sie weder selbst mit einem dieser Homepage-Baukasten-Systeme, das macht nicht Ihre Praxisassistentin nebenbei und auch wenn man die Angebote von www.monster.de nutzt, weil man besonders schlau sein möchte, bekommt man schlicht das, was man verdient:

Im schlimmsten Fall eine grottenschlechte Webseite - und im besten Fall eine Webseite, die an der Oberfläche noch tragbar aussieht, der es jedoch an allen Ecken und Kanten mangelt.

Wenn Sie in Ihrer Praxis gute Arbeiten leisten wollen, müssen Sie den Patienten richtig untersuchen und Sie werden vielleicht Dinge wissen wollen, die der Patient noch nicht einmal erahnt hat - das mache ich auch nicht anders:

Ich will wissen, was Sie als Praxisbetreiber wollen, ich will wissen, wie Sie arbeiten und ich will wissen, was Sie Ihre Zielsetzungen sind. Da ich mit der Antwort "Ich will eine richtig tolle Praxiswebseite" so wenig anfangen kann wie Sie mit der Aufforderung des Patienten "Ich will gesund werden", werden wir uns systematisch ihren Bedarf analysieren müssen und danach eine Strategie fest legen.

Und erst im dritten Schritt fange ich an zu arbeiten.


Und das geht nur gemeinsam, geht nur, indem wir kommunizieren. Mit "Sie machen das schon, Sie sind der Webdesigner" ist es nicht getan - ich muss schon ein bisschen mehr wissen. Eine Praxiswebseite ist ein Teilbereich von Praxismarketing, und für diesen Teilbereich bin ich der Spezialist, der Ihnen hilft, einen Weg durch's Dickicht von Begriffen wie CSS, XHTML, Webstandards, Suchmaschinenoptimierung, Browserkompatibilität, Barrierefreiheit und vielem Anderen zu finden.

Es ist ein bisschen wie in der Therapie:


Der Patient hat ein Problem und Sie als Arzt die Fachkompetenz. Aber fachkompetent arbeiten und damit erfolgreich therapieren können Sie nur, wenn Sie im Vorfeld eine gute Befunderhebung gemacht haben. Und erst an dieser Befunderhebung kann ihr ganzes medizinisches Fachwissen anknüpfen. Und am Ende steht ein kommt ein Mehrwert an Gesundheit heraus...

Bildquelle: aboutpixel | pelztierchen

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Ihre Webseite ist grottenschlecht, Herr Doktor!

"Grottenschlechte" Websites zu finden ist nicht schwer und was einen guten Internet-Auftritt ausmacht, darüber gehen die Meinungen manchmal weit auseinander.

Der Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen (und leider ganz besonders der Arztwebseiten) ist ein Bereich, der eine überdurchschnittlich hohe Zahl an schlechten bis grottenschlechten Webseiten aufweist. Viele Schülerwebseiten, bei denen engagierte Jugendliche ihre Kreativität im Internet ausleben, sind häufig besser gemacht. Oft sehen die Seiten an der Oberfläche noch ganz passabel aus - und über Geschmack darf man ja bekanntlich streiten.

Schlimmer wird es dann jedoch, wenn man einen Blick auf den Unterbau der Praxiswebseiten wirft:



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Was aber macht grottenschlechte Webseiten aus?


Schauen wir uns einmal die Mehrzahl der Webseiten von Freiberuflern und kleineren Gewerbetreibenden an undgreifen wir ein paar Punkte heraus:

Webseiten brauchen im Unterbau bestimmte Zusatzinformationen

Im Unterbau einer Webseite (also dort, wo man es nicht sieht), braucht es so genannte "Meta-Tags". Diese Schnippsel aus Programmiercode haben einen wichtigen Einfluss darauf, wie gut eine Suchmaschine eine Webseite erfasst. In vielen Webseiten fntweder fehlen wichtige Meta-Tags oder aber der Seitencode ist mit Meta-Tags zugemüllt, dass es nur so kracht. Die Methode "Viel hilft viel" führt aber nicht wirklich weiter. Oft fehlt die Angabe der Seitendeklaration (ich meine nicht das Impressum, sondern einen Code-Bestandteil), Folge sind Fehler bei der Seitenerkennung bzw. -bewertung durch Suchmaschinen, aber auch Browserprobleme.

Seiten sollten gestalterisch gegliedert werden

Das aber muss in einer Weise erfolgen, dass eine Webseite auf den diversen Browser der unterschiedlichen Rechnersystem weitgehend gleich dargestellt werden. Eine "browserkompatible" Seitengestaltung erreicht man mit bestimmten Techniken - allerdings versäumen es gerade die "grottenschlechten Webseiten" auf zeitgemässe Techniken zurück zu greifen. Nahezu peinlich ist es mittlerweile schon, wenn Seiten noch immer mit einer Tabellenstruktur aufgebaut sind - und allen Ernstes gibt es tatsächlich noch so manchen "professionellen" Webdesigner, der solchen Mist dem Kunden verkauft. Der Kunde ist Laie und als Laie weiss er das nicht und fällt drauf rein.

Flash ist schon längst ein No-Go

Das gleiche ist es, wenn der Webdesigner dem Kunden eine Flash-Webseite verkauft: Flash-Webseiten sind eine Art Video im Web, das sehr eindrucksvolle Effekte ermöglicht, aber auch grosse Probleme bereitet. Im Einzelfall kann der Internetauftritt eines kleinen und mittleren Unternehmens flashbasiert sein - im Regelfall braucht eine Arztpraxis, eine Anwaltskanzlei oder ein anderer Dienstleister jedoch eine lege-artis aufgebaute Webseite und keinen Firlefanz.

Webdesign fängt ganz am Anfang an

Webdesign fängt bereits beim Kauf einer Domain, also dem Anlegen einer Internet-Adresse an. Auch muss der gemietete Webspace bestimmte Kriterien erfüllen, damit bestimmte Dinge auf den Seiten umsetzbar sind - die billigste Lösung ist hier nicht zwingend am Günstigsten. Schon hier werden regelmässig grobe Fehler gemacht - deshalb überlässt man bereits das am Besten dem Profi. V.a. darf gehört zum Domainkauf auch die Namensgestaltung der Internet-Adresse, denn sie ist ein wichtiger Faktor für das Gefundenwerden - auch hier sollten Sie sich beraten lassen.

Webseiten müssen logisch sein

Eine Webseite muss in einer bestimmten Logik aufgebaut sein, die einmal eine gute Funktion ermöglicht, die aber v.a. dem Seitenbesucher gerecht wird indem er ihn als Benutzer nicht überfordert. Kein Webseitennutzer wartet gerne auf lange Ladezeiten, kein Webseitenbesucher will erst umständlich nach Informationen fahnden müssen. Seitenbesucher klicken schneller weg, als einem lieb ist. Und im besten Fall sollte eine Webseite regelrecht barrierefrei sein. Und vor allen Dingen möchte ein Seitebescuher mit einem einzigen scannenden Blick über den Seiteninhalt das finden, was er sucht - andernfalls ist er schneller weg, als dem Seitenbetreiber lieb ist

Eine Webseite muss rechtssicher sein

Ihre Webseite muss juristischen Kriterien gerecht werden - ein Beispiel aus dem Gesundheitswesen:

In 2009 wurden allein über 8000 Arztpraxen wegen Regelverstössen abgemahnt - bei angenommenen Strafgeldern von um die € 1.200,00 pro Fall ist das ein gutes Geschäft für einschlägige Anwaltskanzleien. Gerade Praxiswebseiten und die Webseiten anderer "verkammerter" Berufe müssen einen kleinen Spagat zwischen engagiertem Marketing und standesrechtlichen Vorgaben machen, sonst sind Probleme vorprogrammiert. Hier an der falschen Stelle zu sparen, kann teuer werden. Und dabei ist professionelles Webdesign noch gar nicht einmal so sehr teuer.

Das Fazit:


Die Mehrzahl der Webseiten kleiner und mittlerer Unternehmer, von Arztpraxen, Kanzleien usw. enthält erhebliche Fehler - oft so grobe Fehler, dass eine solche Webseite als "grottenschlecht" bezeichnet werden muss - und dies auch dann, wenn die Oberflächenoptik noch gar nicht mal so daneben ist.

Wenn Sie wollen, mache ich für Sie einmal einen Check Ihrer Webseite...

Bildquelle: morguefile | wax115

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Top-Positionen bei Google erreichen - nur wie...?

Klar, bei Suchmaschinen ganz oben stehen, einer der meist angeklickten Suchergebnisse zu sein, das möchte jeder. Am Besten noch mit jedem x-beliebigen Suchbegriff...

...und weil das Bedürfnis nach solchen Top-Positionierungen auf der einen Seite so gross ist und das Thema auf der anderen Seite so komplex, gibt es immer genug bereitwillige Scharlatane, die einem das Blaue vom Himmel herunter versprechen:

„Ich bringe Sie bei Google ganz nach oben“!




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Und das Ganze funktioniert dann natürlich todsicher und überhaupt. Das klingt fast wie bei den diversen immer wieder anzutreffenden Geschlechtsgenossen, die von sich behaupten, sie brächten jede Frau zum...
...o.k., lassen wir das und gehen zum ernsthaften Teil des Beitrags über:

Webseiten erfüllen zwei Zwecke:


  • einmal können es z.B. reine Visitenkarten im Web sein, mit wenig Inhalt und nur als eine Art "Reviermarkierung" gedacht, oder als eine Erweiterung der Papier-Visitenkarte oder des Papier-Flyers. Solche Webseiten werden allenfalls sekundär oder per Zufall über Suchmaschinen gefunden und sie wollen auch gar nicht wirklich gezielte Suchabfragen bedienen

  • und dann gibt es Webseiten, die mit bestimmten Suchbegriffen, die man in die Suchfenster der Suchmaschinenseiten eingibt, gefunden werden wollen. Diese Absicht steht sicherlich hinter der Mehrzahl der Webauftritte zu.

Nehmen wir einmal das Beispiel einer Webseite einer Krankengymnastikpraxis zur Hand um das Problem ein wenig augenfälliger zu machen:

Ein Patient gibt bei der Suche nach einer Krankengymnastikpraxis bei Google „Frankfurt Krankengymnast“ ein. Der Betreiber der Krankengymnastikpraxis, der im Einzelfall viel Geld für die Praxiswebseite bezahlt hat, möchte, dass seine Praxishomepage nun bei Google an einem der obersten Plätze steht.

Was passiert aber, wenn z.B. ein Patient bei Google „Frankfurt Krankengymnast“ eingibt?

Es werden 2.180.000 Treffer angezeigt - und die eigene Seite steht vielleicht an Platz 1278, also irgendwo nach fast 130 Seiten. Bis dahin klickt aber kein (potentieller) Patient - es sei denn er möchte sich noch einen physiotherapeutisch relevanten Schaden durch’s Mausklicken aneignen. Patienten klicken allenfalls auf die ersten drei Seiten, zwei Drittel davon noch nicht mal bis zur zweiten Ergebnisseite.

Gerade daher ist es so wichtig, ganz weit vorne zu stehen, am Besten auf der ersten Seite - und das machen manche Suchmaschinenoptimierer mehr oder minder seriös zu Geld. In der Mehrzahl leider meistens eher mit einschlägiger Tendenz...

Unseriös ist es, zu behaupten: „ich bringe sie auf die ersten drei Plätze“ - das ist einfach Quatsch und wer Ihnen so etwas verspricht, hat einen an der Erbse oder ist ein Prahlhans, der mit seiner Prahlerei an das Geld der Webseitenbetreiber will. Aber die Unseriosität solcher Angebote gedeiht auf dem Boden falscher Erwartungen:

Es ist nicht so einfach möglich, mit ein paar Tricks (oder was auch immer) bei Google an die erste Stelle zu kommen...

Seriös ist es, zu versichern, dass man die Webseite so gestalten und optimieren wird, dass sie von Suchmaschinen a la Google gut bewertet und gut verarbeitet werden, dass sie tatsächlich recht weit nach oben geschaufelt werden. Wie weit, hängt aber von so vielen Faktoren ab, dass das nur begrenzt vorhersagbar ist.

In eine Suchmaschinenpositionierung gehen viele Faktoren ein:


Einmal sind da gestalterische Elemente:

  • Seiten brauchen Inhalt, den Google verarbeiten kann - da sind die sicher schön anzusehenden Flashseiten schon mal nicht die erste Wahl

  • Seiten brauchen eine bestimmte Struktur, die von Google & Co bevorzugt wird

  • Seiten müssen bestimmten Standards entsprechen

Dann gilt es, den Seiteninhalt suchmaschinenfreundlich zu gestalten - damit meine ich gar nicht die Texte, die der Nutzer an der Oberfläche sieht, sondern das, weiss Google als Inhalt versteht - den Quellcode im Untergrund:

  • Bilder oder Links brauchen bestimmte Textbezeichnungen

  • Titelzeilen müssen google- oder besser suchmaschinenfreundlich angelegt werden, ja der ganze Textinhalt muss suchmaschinenfreundlich aufgeteilt werden

  • Webseiten brauchen bestimmte Codebestandteile, die Google als schmackhaftes Futter erscheinen (Keywords gehören übrigens nicht dazu - Sonderfälle einmal ausgenommen)

  • Seiten brauchen überhaupt lesbaren Inhalt - je mehr desto besser und es gibt den Slogan „Content is King“ - die beste Suchmaschinenoptimierung ist nämlich für die Mülltonne, wenn die gebotenen Inhalte niemanden interessieren

und und und...

Das Alles ist zeit- und arbeitsaufwändig - vor Allem dann, wenn man vorhandene Seiten überarbeiten, sprich optimieren muss. Und da Zeit Geld ist, können Sie bei einer professionellen (und seriösen) Suchmaschinenoptimierung mit € 50,00 bis € 1.500,00 rechnen - pro Einzelseite, übrigens...

Meine Seiten werden aber so aufgebaut, dass sie von vornherein suchmaschinenfreundlich gestaltet und aufgebaut sind.

Garantieren kann ich für nicht, denn ich bin nicht unseriös. Aber ich kenne die Möglichkeiten, wie man auch eine Praxiswebseite so nach vorne bringt, dass sie auch gefunden wird. Kostenaufwändige Nacharbeiten sind bei meinen Seiten nicht nötig - ich mache es gleich richtig...

Bildquelle: aboutpixel | schwingkopf

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Die Kontaktseite als Teil des Marketings

Webseiten sind Türöffner.

Sie laden einen Patienten, Klienten oder Kunden ein, vorbei zu schauen und sich über das Angebot des Betriebes, der Kanzlei oder der Praxis zu informieren. Damit eröffnet sich eine einerseits zielgerichtete Kontaktaufnahme mit potentiellen Kunden, Geschäftspartnern oder Patienten und andererseits ist die Nutzung der sich bietenden Möglichkeiten kostengünstiger als andere Wege des Marketings.

Für den Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen, für Handwerksbetriebe, für den Dienstleister vor Ort, für die Rechtsanwaltskanzlei oder die Arztpraxis kann ein eigener Webauftritt die wichtigste Säule des Marketings sein.



image

Webseiten sind dabei nicht einfach Werbung...


...sondern eine Serviceleistung, die Kunden, Patienten, Klienten einen Mehrwert bieten kann. Und dem Seitenbetreiber bieten sich Chancen für sein ganz individuelles Marketing.

Wenn es gut läuft,

erfüllen Webseiten ihre Funktion als Türöffner und Patienten/Klienten/Kunden betreten irgendwann einmal Ihre Praxis, Kanzlei oder Ihren Betrieb. Oder Sie suchen im Internet nach genau den Dienstleistungen oder dem Produkt, dass Sie anbieten.

Wenn es schlecht läuft,

konnten Sie mit Ihrer Webseite das Interesse des Besuchers nicht wecken (oder nicht halten) und der Besucher verschwindet so schnell wie er gekommen ist. Die Gründe sind vielfältig und liegen meist gar nicht in der Qualität des Dienstleistungs- oder Produktangebotes begründet, sondern darin wie Sie sich im Internet darstellen.

Webseitenbesucher sind ein wenig wie scheue, ungeduldige Rehe - beim ersten störenden Element in der Webseite sind sie genauso schnell weg wie wenn sie nicht schnell genug finden, was sie suchen. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein durchschnittlicher Seitenbesucher auf der Suche nach einer Information maximal fünf Einzelseiten eines Webauftritts abfragt und wenn er dann die Information nicht gefunden hat, die er haben möchte, ist er wieder weg und geht zum Konkurrenten.

Nehmen wir mal an, der Seitenbesucher findet, was er gesucht hat...

...dann möchte er vielleicht auch Kontakt mit Ihnen aufnehmen.

Der trainierte Webseitenbesucher weiss, dass er wenigstens die Telefonnummer Ihres Betriebes, Ihrer Kanzlei oder Praxis im Impressum findet und schaut vielleicht dort nach. Aber gerade z.B. nach Gesundheitsthemen suchende potentielle Patienten sind oft etwas älter und/oder aber nicht ganz so technik- und internetaffin wie die Jüngeren. Für diese Gruppe ist es von Vorteil explizit auf eine Kontaktseite geführt zu werden.

Der Link zur Kontaktseite muss jedoch so präsent sein, dass er auf Anhieb gefunden wird - am Besten auf jeder Seite sollte er zu finden sein, vielleicht abgehoben vom restlichen Navigationsmenü rechts über dem eigentlichen Seiteninhalt (wobei dies nur ein Vorschlag ist und abhängig vom Gesamtlayout jede andere Position möglich ist).

Wenn der Seitenbesucher nun auf der Kontaktseite gelandet ist, sollte er auch sämtliche

Optionen der Kontaktaufnahme


vorfinden:

  • Postanschrift und Adresse, am Besten mit einem Link zu einer Wegbeschreibung

  • einen Link zu Seite mit den Sprechstundenzeiten

  • die Telefonnummern Ihres Praxisassistentin und auch die anderer relevanter Personen

  • bei grösseren Praxen, Dienstleistern oder Betrieben empfiehlt es sich, mehrere Telefonnummern mit den jeweils zuständigen MitarbeiterInnen anzugeben, damit die Anfrage gleich dorthin kommt, wo sie hin soll.

  • Formularflächen, auf denen man eMail-Kontakt mit Ihnen aufnehmen kann ohne extra das eMail-Programm zu starten

Diese Angaben sollten so in die Webseite integriert werden, dass der Nutzer nicht gross scrollen muss.

Und:

Ein Kontaktformular muss benutzerfreundlich sein:


D.h., dass keine unnützen Dinge abgefragt werden - schlichtweg um die Eintragungen knapp zu halten:

  • mindestens die eMail-Adresse sollte der Nutzer aber eingeben müssen, am besten aber auch seinen Namen

  • und er muss ausreichend Textfläche haben, um seine Anfrage schreiben zu können

  • wenn er eine Telefonnummer eingeben soll, fragen Sie Ihn gleich, ob er einen Rückruf wünscht (und dann rufen Sie ihn bitte auch zurück...)

Mehr ist bei einer Webseite kleinerer und mittlerer Unternehmen, von Arztpraxen oder Rechtsanwaltskanzleien nicht nötig - komplexere Kontaktseiten sind für andere Bedürfnisse vorbehalten und Sie werden wohl kaum eine Anamnese per Kontaktformular machen wollen.

Wichtig ist jedoch korrekte eine Positionierung der „Absendefläche“ und bitte auch eine Rückmeldung für den Nutzer, damit er weiss, ob die eMail auch verschickt worden ist.

Und noch etwas:


"Captchas" sind Felder, wo man schlecht lesbaren Buchstabensalat eingeben muss. Man mag von „Captchas“ halten was man will, mit Nutzerfreundlichkeit haben sie nichts zu tun. Ich würde sie weg lassen - viel wichtiger sind ganz andere SPAM-Schutz-Lösungen (aber die werden oft genug übersehen)

Conclusio:


Ein Kontaktformular muss so gestaltet sein, dass es einfach zu bedienen und übersichtlich ist.

Ein Nutzer muss sich eingeladen fühlen, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen.Kontaktseiten, die erst die Lektüre einer Betriebsanleitung erforderlich machen, sind fehl am Platz. Viele Unternehmen befolgen diese Grundregeln durchaus - aber mitunter hat man den Eindruck, dass einige Unternehmen gar keine Kontaktaufnahme wollen (suchen Sie mal bei Amazon oder eBay die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme...).

Bildquelle: aboutpixel | kellermeister

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Was für Seiten braucht ein Arzt / Heilpraktiker / Therapeut...?

Ein Hausarzt braucht in aller Regel keine Praxiswebseite um Patienten zu gewinnen.

Und wenn doch, dann hat er irgendetwas falsch gemacht.

Aber es geht nicht nur um neue Patienten, es geht bei einer Praxiswebseite primär um einen zeitgemässen Patientenservice. Und da sieht es bei Ärzten, aber auch Heilpraktikern und Therapeuten oft mehr als „mau“ aus. Drastischer ausgedrückt: Die Freiberufler im Gesundheitswesen haben das Internet noch immer nicht verstanden...



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Niemand erwartet von einem Arzt oder Therapeuten ein umfangreiches Informationsportal im Internet. Bei Heilpraktikern oder Naturheilkundlern z.B. mit ihren oft doch sehr spezifischen Therapieangeboten ist mitunter schon mehr Informationsaufwand erforderlich. Aber auch jeder andere Arzt oder Therapeut bietet dem Patienten -ganz gleich ob neuer Patient oder Bestandspatient. einen Service: Er informiert über sein Leistungsangebot, über seine Arbeitsweise. Er veröffentlicht speziellere Informationen über sein Fachgebiet und befriedigt damit die Bedürfnisse von Patienten, die im Internet nach Lösungsmöglichkeiten für ihre Probleme suchen. Darüber hinaus bietet eine Praxiswebseite einen Anknüpfungspunkt für die mittlerweile unumgänglichen Arztportale

Einem Branchenbucheintrag kann das nicht im Ansatz bieten und auch ein Praxisflyer wird nur eine sehr begrenzte Reichweite haben - noch dazu sind diese Wege des Praxismarketings wirtschaftlich wenig effizient. Mit einer gut strukturierten, gut funktionierenden Webseite für Ihre Praxis jedoch, mit einer Praxiswebseite, die sich an den Bedürfnissen Ihrer Patienten ausrichtet, sind Sie gut aufgestellt. Und kostenmässig muss das gar nicht mal so uferlos sein.

Aber was für Informationsangebote muss ein Arzt, Zahnarzt, Heilpraktiker oder Therapeut auf einer Praxiswebseite bieten? Machen wir einmal eine stichwortartige Auflistung:

Unumgängliche Seiten:


  • Startseite

  • E-Mail-Kontakt

  • Impressum


Ergänzende Informationsangebote:


  • Sprechstundenzeiten

  • Lageplan und Anfahrt

  • Teamvorstellung

  • Praxisfotos

  • Praxisschwerpunkte

  • Vorsorgeleistungen

  • IGeL-Angebote und Privatleistungen

  • Kontakt und Anfahrt


Eventuell mögliche Seiten:


  • Praxisblog

  • Newsletter

  • Rezeptbestellung

  • Überweisungsanforderung

  • Terminmanagement

  • Seminarkalender

  • Downloadseite

  • Linkvorschläge

  • Glossar verwendeter Fachbegriffe


Keinesfalls gehört das auf eine Praxiswebseite:


  • Vorher-Nachher-Vergleiche

  • Gästebücher

  • Danksagungen

  • Anleitungen für Do-it-Yourself-Operationen. Das ist auch angesichts eines zusammenbrechenden Gesundheitssystems kein geeigneter Weg....


Bildquelle: morguefile | wax115

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Praxisblog und verpasste Chancen

Webseiten sind eines der ressourcenschonendsten Instrumente des Marketings - das gilt für Praxiswebseiten genauso wie für jede andere Webseite. Mit "ressourcenschonend" meine ich dabei nicht etwa irgendwelche ökologischen Hintergründe, sondern ich spreche das Verhältnis von betriebswirtschaftlichem Aufwand und späterem Ertrag an. Oder anders:

Es geht um's Geld.


Mit einer eigenen Praxiswebseite erreichen Sie Ihre Patienten oder ihre Klienten. Hier steht nicht etwa die Gewinnung neuer Patienten im Vordergrund, primär geht es um Patientenservice - also um einen Mehrwert, den Sie Ihren Patienten bieten. Allerdings: Daraus wird nur dann etwas, wenn Sie es richtig machen.



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Um dem Ziel, dem Besucher einen Nutzen zu bieten, näher zu kommen, müssen Sie Ihre Seite nicht nur professionell gestalten, sondern Sie müssen Sie auch pflegen und auf einem aktuellen Stand halten. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, Sie bieten dem Seitenbesucher ein "Blog" - was nicht Anderes ist wie ein

Praxisnewsletter im Internet.


Dieser Seitentypus ist eine der kostengünstigsten und effizientesten Möglichkeiten, aktuelle Informationen aus dem Umfeld Ihres Praxisangebotes weiter zu geben - seien es Informationen aus dem Praxisalltag (von der Information über die Neubesetzung einer Stelle bis zur Nachricht über den Geburtstag des Praxisbetreibers ist hier alles möglich...), seien es Kommentare zur Situation im Gesundheitswesen oder seien es Hinweise auf spezielle Angebote (vom Seminartermin bis zur IGeL-Leistung...).

Die Crux der mangelnden Pflege


Nur: Nichts ist peinlicher wie ein ungepflegtes Blog - ein Praxisblog, bei dem der letzte Eintrag schon Monate alt ist.

Mag sein, dass Sie keine Zeit für ein solches Praxisblog haben, denn Sie mögen Wichtigeres zu tun haben. Mag sein, dass Sie nicht wissen, was Sie schreiben sollen - vielleicht weil Sie nicht erahnen, was Ihren Patienten interessieren könnte. Mag sein, dass Sie die Möglichkeit, die in einem Blog stecken, schlicht und einfach übersehen. Ein solches Blog verfehlt sein Ziel und zeigt dem Seitenbesucher allenfalls, dass in Ihrer Praxis "tote Hose" zu sein scheint. Noch viel schlimmer. Es zeigt dem Seitenbesucher, dass Sie ihn nicht wichtig nehmen...

Was soll ich denn noch Alles machen...?


Klar, ein Praxisbetreiber hat erst einmal andere Sorgen wie die Pflege einend Blogs auf einer Praxiswebseite. Sie müssen aber nicht alles selbst machen...

Warum beauftragen Sie nicht jemanden in der Praxis damit, sich um die Pflege des Praxisblogs zu kümmern? - Das kann eine internetaffine Praxisasisstentin sein, das kann aber auch ein professioneller Dienstleister sein.

Warum vergeben Sie nicht einen Auftrag an Ihren Webdesigner, diese regelmässige Aktualisierung zu übernehmen? - So kostenintensiv ist das doch gar nicht und immer noch besser wie die bemühte Urluabsanzeige in der Tageszeitung, die ohnehin kaum noch jemand liest. Wenn Ihr Webdesigner im medizinisch-therapeutischen Umfeld bewandert ist, sollte es kein Problem für ihn sein, mit ein wenig Input von Ihnen einen geeigneten Text für Ihr Praxisblog zu verfassen. Und auf diese Weise nutzen Sie eine der besten Möglichkeiten der Patientenbindung, die das Internet für eine Praxiswebseite bietet...

Gerne helfe ich Ihnen bei der Umsetzung und der laufenden Pflege eines solchen Projektes. Sprechen Sie mich an...

Verkümmerte, ungepflegte Webseiten hingegen sind verpasste Chancen...

Bildquelle: morguefile | gracey

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Praxiswebseiten sind Teil des Praxismarketings

Mittlerweile gibt es zahlreiche einfach zu bedienende Programme und Hilfsmittel, mit denen sich eine Webseite selbst erstellen lässt - es gibt unterschiedlich aufwändige Programme, ja es gibt sogar völlig kostenlose Hilfsmittel der Webhoster, aus denen sich wie bei einem Lego-Baukasten aus verschiedenen Elementen im Handumdrehen eine halbwegs gefällige Webseite zusammen klicken lässt.

Schnell sehen diese Seiten dann auch aus wie zusammen geklickt - wenn man nicht bestimmte Grundsätze beachtet. Von den funktionellen und oft gar nicht sichtbaren Problemen möchte ich in diesem Zusammenhang nicht reden - aber ich will die Problematik zum Anlass nehmen, einmal ein paar Stichpunkte zu dieser Frage zusammen zu tragen:



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Was macht eine gute Praxiswebseite eigentlich aus?


Eine gute Arzthomepage ist mehr als eine reine Visitenkarte im Web. Sicher - mitunter reicht ein solches Kleinstprojekt für’s Erste aus. Aber eine Praxiswebseite verfolgt ein bestimmtes Ziel - sie sollte als Teil eines umfassenderen Marketingkonzeptes gesehen werden. Eine Kleinstseite wird da allenfalls mit dem längst in die Jahre gekommenen Branchentelefonbucheintrag konkurrieren können, weil sie sich nur auf einen höchst begrenzten Ausschnitt von Marketing beschränkt. Eine Praxiswebseite sollte aber mehr können als nur über die Kontaktdaten, die Praxissprechzeiten und die Praxisanschrift zu informieren.

Der Begriff „Marketing“ sollte keine falschen Erwartungen wecken:

Es geht primär nicht um die Gewinnung von neuen Patienten. Und schon gar nicht geht es um "Werbung".

Es geht um zuallererst um Patientenservice.


Sie werden über Ihre Webseite je nach Fachgebiet, das Sie abdecken sicher auch neue Patienten erreichen können - je spezieller (und vielleicht auch erklärungsbedürftiger) Ihr therapeutisches oder diagnostisches Angebot ist, desto eher wird es auch darum gehen. Aber die Medizin eignet sich nicht für „Werbegeschrei“. In der Medizin und damit auch im Praxismarketing geht es um Dienstleistung, um Service und letztlich um Vertrauen.

Die Gestaltung einer Praxiswebseite:


Gestalterisch muss Ihre Seite nicht zwingend die neusten Tricks des Webdesigns umsetzen - aber Ihre Praxiswebseite muss funktionell und zielführend sein. Sie muss das bieten, was der Besucher ihrer Webseite erwartet.

Rücken Sie wichtige Informationen ins Zentrum. Webseitenbesucher sind ungeduldig: Was sie nicht sofort finden, sehen sie nicht. Wenn die Benutzerführung unübersichtlich ist, verirren sich die Besucher und sind schneller von Ihrer Praxiswebseite verschwunden als Ihnen das lieb ist. Dabei hilft Ihnen ein vorher erstelltes Navigationskonzept und eine grafische Aufbereitung Ihrer Arztwebseite.

Im Idealfall findet der Seitenbesucher mit einem einzigen Klick zum Ziel.

Praxismarketing versus Informationsbedürfnis:


Die Besucher Ihrer Webseite haben eine bestimmte Fragestellung im Sinn und suchen nach Lösungen. Diese Lösungen sind weniger aufwändige und bemüht-engagierte Darstellungen einer bestimmten Therapiemethode und genauso wenig schnöde Werbetexte, sondern sachliche Informationen. In welcher Weise Sie sich und Ihre Praxis im Internet präsentieren hat einen direkten Zusammenhang für die Arztauswahl eines Seitenbesuchers.

Die Anonymität des Internets ermöglicht, auf der Webseite auf Fragen einzugehen, die Ihr Patienten eher selten im direkten Behandlungszimmer-Dialog stellen würden. Beratungssituationen sind oft so komplex, dass Informationen verloren gehen - die Praxiswebseite kann ein Hilfsmittel sein, diese Informationen bereit zu stellen. Beschränken Sie sich nicht nur auf die Präsentation Ihrer Sprechzeiten - bieten Sie beispielsweise eine FAQ-Liste mit oft gestellten und immer wieder neu zu beantwortenden Fragen an, bieten Sie Merkblätter und Informationsmaterialien an.

Ihre Webseite muss zu Ihrem Patienten passen:


Webseitenbetreiber orientieren sich oft an Ihren eigenen Vorstellungen. Das ist durchaus berechtigt, denn Ihre Webseite muss zu Ihnen und Ihrer Praxis passen. Aber Sie verfolgen mit einer Webseite ein bestimmtes Ziel: Sie wollen Patienten erreichen. Deshalb müssen Sie primär immer den Seitenbesucher im Focus haben. Und an genau diesem Informationsbedürfnis eines Seitenbesuchers wird sich Ihre Internetpräsenz ausrichten müssen.

Das Internet ist längst kein Bereich mehr, wo nur die jüngere Generation aktiv ist - heute suchen bereits die über 60jährigen im Internet, wenn es um Lösungen für ihre gesundheitlichen Probleme geht. Aber unterschiedliche Altersgruppen gehen in unterschiedlicher Weise mit einer Webseite um. Dem muss ihre Webseite Rechnung tragen. Ein 20jähriger verlangt nicht nur nach anderen Informationen wie ein 60jähriger, sondern die Informationen müssen auch noch in unterschiedlicher Weise aufbereitet werden.

Ihre Webseite muss gefunden werden:


Die beste Webseite nützt nichts, wenn sie nicht gefunden wird - sowohl Ihre Webseite als Ganzes als auch die einzelnen Seiten. Die in diesem Zusammenhang oft gestellte Frage: „Wie komme ich bei Google nach ganz oben?“ ist dabei schon vom Ansatz her falsch, weil es darauf keine seriöse und allgemeingültige Antwort geben kann - den allfälligen Angeboten der Suchmaschinenoptimierer zum Trotz. Was Ihre Seite allerdings braucht, ist ein technisch optimierter Aufbau und eine Verlinkung im Netz (und dann bitte auf den richtigen Seiten). Das aber erreichen Sie nicht mit Baukastenlösungen, sondern nur mit guter handwerklicher Arbeit.

Ist der Besucher erst einmal auf Ihrer Praxiswebseite gelandet, muss er finden, was er sucht. Dabei helfen neben einer guten Benutzerführung eine interne Suchfunktionen oder Inhaltsverzeichnisse.

Ihre Webseite muss technisch gut aufgebaut sein:


Ist Ihre Website in einer sinnvollen und logischen Struktur aufgebaut? Haben Sie die richtigen Schlagworte (so genannte „Keywords“) an der richtigen Stelle und in geeigneter Weise verwendet? Haben Sie lesbare Internetadressen oder sehen Sie in der Adresszeile Ihres Browsers eher kryptisch anmutende Zeichenkombinationen? Haben Sie Seitentitel, die etwas mit Ihrem Praxiskonzept zu tun haben? Ist der Inhalt der Website in gültigem („validen“) XHTML und CSS erstellt worden? Ist eine aussagekräftige und einzigartige Meta-Description für jede einzelne Webseite der Webpräsenz vorhanden? Verwenden Sie Sitemaps, um alle URLs Ihrer Webpräsenz den Suchmaschinen mitzuteilen?

Das sind Alles Fragen, die für den Laien vielleicht nicht augenfällig sind oder im Vordergrund stehen - aber sie sind wichtig, wenn es um den Internetauftritt Ihrer Praxis geht.

Auf einen Satz zusammen gefasst kann man vielleicht dies fest halten:


Ihre Seite sollte für Ihre Bestandspatienten nutzbar, funktional und informativ sein. Gleichzeitig ist sie aber ein Türöffner für neue Patienten - so verstanden wird Ihre Praxiswebseite zu einem zielführenden Instrument des Praxismarketings.

Bildquelle: morguefile | clarita

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Ein Review: Arztwebseiten in Heidelberg

Heidelberg war in den frühen Jahren des letzten Jahrhunderts eine Art Wiege der Medizin. Berühmte Namen der Medizin, die dieses Fach nachhaltig geprägt haben, stammen aus Heidelberg. Und auch heute noch hat Heidelberg eine auffallend hohe Dichte niedergelassener Ärzte, in ähnlicher Weise findet man das allenfalls in Tübingen oder Freiburg. Noch immer viel zu wenige dieser Arztpraxen stellen ihre Arbeit mittels einer Praxiswebseite vor und bieten ihren Patienten damit einen Mehrwert.

Ich habe mir vor einiger Zeit, die Webseiten von Arztpraxen aus Heidelberg ein wenig differenzierter zu betrachten. Das Ergebnis ist eigentlich enttäuschend.



image

Insgesamt habe ich 63 Webseiten untersucht:


Seitengestaltung:

Über Geschmack des Layouts und die Qualität der Text- und Bildinhalte mag man streiten - Vieles ist hier vom persönlichen Empfinden abhängig und vom Bewusstsein, wie notwendig kreative Gestaltung in der Darstellung der eigenen therapeutischen Selbstdarstellung sein mag. Hier haben einige Praxen deutlichen Nachholbedarf, ein blosses und ungestaltetes vergilbtes Stück Ökopapier zeugt nun wirklich nicht davon, dass man seinen Kunden (hier eben Patienten) allzu viel Wert beimisst.

Was aber beim Webdesign oft übersehen wird ist, dass die Gestaltung einer Seite direkten Einfluss darauf hat, wie eine Seite beim Besucher angenommen wird. Dies jedoch analytisch aufzuarbeiten, ist schwierig, da es diesbezüglich keine allgemeingültigen Kriterien gibt. Trotzdem gibt es Regeln, die man beachten sollte.

Seitenaufbau:

Problematisch wird es im „Untergrund“ einer Webseite - also dort, wo man es nicht gleich sieht:

Immerhin 18 Seiten waren als so genannte „Frames“ angelegt. Das ist eine Struktur, die der Vergangenheit angehört und suchmaschinentechnisch wie auch von der Benutzerführung her unbedingt vermieden werden sollte

32 Webseiten -das ist immerhin die Hälfte der Praxisseiten!- greifen mehr oder minder ausgeprägt auf so genanntes Tabellenlayout zurück (man sieht das an der Oberfläche nicht). Auch das ist von der Benutzerzugänglichkeit zu vermeiden und war allenfalls eine ausgediente Krücke zu individuellerer Gestaltung, die Zeit dieser Krücke ist heute aber abgelaufen. In Tabellenlayout gestalteter Seitenaufbau macht auch Probleme bei den unterschiedlichen Browsern und die Wahrscheinlichkeit von Inkompatibilitäten ist hoch. Eines der beliebtesten CMS-Systeme (das sind Seitentypen, die gerne genommen werden, weil der Seitenbetreiber meint, er könne die Seite dann selbst pflegen) arbeitet übrigens mit einem hohen Anteil an Tabellenlayout.

21 der untersuchten Arztwebseiten hatten erhebliche, zum Teil sogar katastrophale Fehler im Quellcode. Es fehlten wichtige Bestandteile oder die Seiten waren mit unnötigen Codebestandteilen zugemüllt.

Der Grund liegt oft darin, dass für die Seitenerstellung Programme benutzt wurden, die von vornherein solch schlechten Code ausgeben. Besonders schlimm sind hier bestimmte Baukastensysteme und auch einige CMS-Systeme. Das diese Seiten trotzdem mehr oder minder gut angezeigt werden, liegt an der relativ grossen Toleranz der meisten Browser. Im schlimmsten Fall zwingt eine solche Seite jedoch den Rechner des Besuchers in die Knie. Ein weiterer Grund für solchen Codemüll liegt in eher ungeschickter Umsetzung von Gestaltungsideen.

Browserkompatibilität:

4 der analysierten Seiten geben doch tatsächlich eine Fehlermeldung aus, wenn man sie nicht mit dem Internet Explorer 6 besucht. Man bedenke: der IE 6 gehört in das Internet der Vergangenheit, mittlerweile schreiben wir 2010 und der Internet Explorer ist schon lange nicht mehr der Standardbrowser per se - und schon gar nicht der IE 6.

Werfen wir weiter einen Blick auf die Webseiten der Arztpraxen (nicht nur) in Heidelberg:

Webseiten müssen dem Besucher gefallen, sie müssen ihn in irgendeiner Weise ansprechen. Und sie müssen so aufgebaut und gestaltet sein, dass der Seitenbesucher sich darauf zurecht findet ohne lange suchen zu müssen. Und noch etwas: Webseiten müssen auch von Leuten nutzbar sein, die über bestimmte Handicaps verfügen - und sei es nur eine schlecht angepasste Brille...

Und Webseiten müssen bestimmten rechtlichen Anforderungen genügen - dies gilt ganz besonders für Webseiten aus dem therapeutischen Bereich.

Schauen wir mal, inwieweit die von mir analysierten Heidelberger Webseiten diese Anforderung umsetzen:

Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit:

Das ist ein wichtiger Punkt, denn immerhin haben es Arztpraxen mit einer Klientel zu tun, die potentiell gehandicappt oder die auf Hilfsmittel angewiesen ist, um das Internet zu nutzen.

Keine der untersuchten Heidelberger Praxiswebseiten bot die Möglichkeit von Access-Keys - das sind Codebestandteile, die eine Seitennutzung per Tastatursteuerung zulassen. Wenigstens boten 8 Webseiten die Möglichkeit, die Schriftgrösse per Klick auf einen Button zu verändern - das allerdings ist eine relativ nutzlose Sache, denn das kann jeder Browser von Haus aus.

Viel wichtiger aber ist die Gestaltung des Quellcodes, damit die Seiten auch dann noch nutzbar sind, wenn Javascript, Flash oder auch die Bilddarstellung deaktiviert sind. Hier haben immerhin 17 Seiten deutliche Probleme.

Druckfähigkeit:

Ein anderer Aspekt der Benutzerfreundlichkeit ist die Möglichkeit, eine Seite ohne nutzlose Elemente (wer will schon die Navigation drucken) auszudrucken. Leider fehlt diese Möglichkeit auf vielen Seiten - nur etwa die Hälfte der Seiten hat eine wirklich funktionierende Möglichkeit dafür.

Interaktion:

Nur wenige Seiten nutzen die Möglichkeit, mit dem Seitenbesucher in direkte Interaktion zu treten. Da mögen sich noch Kontaktformulare finden, aber Möglichkeiten, Termine online zu buchen, finden sich auf den untersuchten Seiten überhaupt nicht. Wenigstens kann man als Patient auf 4 Seiten online Rezepte oder Überweisungsformulare bestellen und ein paar wenige Praxiswebseiten aus Heidelberg bieten eine Downloadmöglichkeit für Merkblätter und andere Informationsmaterialien. Eine Uploadmöglichkeit gibt es übrigens auf keiner der Seiten, dabei liesse sich dies durchaus mit einem passwortgeschützten Patienten- oder auch Kollegenbereich verbinden.

Flash:

5 der untersuchten Seiten basieren auf Flash-Technologie. Damit lassen sich zweifelsohne schöne Seiten gestalten, aber diese Seiten sind nicht wirklich ohne Probleme nutzbar. Gefunden werden Sie bei den Suchmaschinen auch nicht direkt, allenfalls über Umwege. Das kann nicht im Sinne des Seitenbetreibers sein.

Impressum:

Ein No-Go bei der Erstellung von Arztwebseiten (und auch anderen gewerblichen Webseiten) ist, sind Unkorrektheiten im Impressum - meine Untersuchung zeigte jedoch, dass dieser Faktor trotz allen Bewusstseins über die Verrechtlichung von therapeutischen Dienstleistungen nachlässig gehandhabt wird:

  • 5 Praxiswebseiten verfügten über gar kein Impressum!

  • 42 Seiten - das sind 2/3 der Seiten haben mehr oder minder grobe Fehler im Impressum. Das fängt bei unzulässigen Disclaimern an und hört bei falschen Steuerangaben auf.

  • keine der Seiten verfügt über Angaben entsprechend der Preisangabenverordnung (davon sind auch Ärzte nicht ausgenommen)

  • nur 5 Seiten verfügten über eine Datenschutzerklärung

Andere juristische Fallstricke:

Bestimmte Dinge sind auf Webseiten von Therapeuten nicht erlaubt - missachtet man diese Vorgaben, ist die Abmahnung vorprogrammiert. Fallgruben gibt es hier hinsichtlich der problematischen Verbindung von Praxismarketing, Heilberufegesetz und werberechtlichen Bestimmungen. Darauf näher einzugehen, würde allerdings hier den Rahmen sprengen - aber seien Sie sicher, dass die Mehrzahl der von mir untersuchten Arztwebseiten aus dem Raum Heidelberg deutliche Probleme aufweisen.

Auffindbarkeit in den Suchmaschinen:

Wenn man eine Webseite hat, möchte man gefunden werden. Und wenn man eine Praxis in Heidelberg betreibt, möchte man gefunden werden, wenn jemand bei Google z.B. die Suchbegriffe „Heidelberg“ und „Arztpraxis“ eingibt.

Machen Sie das mal testweise. Sie erhalten tatsächlich 529.000 Ergebnisse - es gibt aber nicht annähernd so viele Arztpraxen in Heideberg (auch wenn es in Heidelberg zugegebenermassen eine hohe Arztdichte gibt). Irgendwas muss also Besonderes an einer Webseite sein, wenn sie bei Google an einer guten Position auftauchen soll - nur was?

Das aber ist das „Geheimnis“ professionellen Webdesigns - und dieses Geheimnis wird auf den verschiedenen Praxiswebseiten, die ich untersucht habe, mit unterschiedlichem Erfolg umgesetzt

Position bei Google: Die Positionierung der einzelnen Praxiswebseiten in den Ergebnisseiten der Suchmaschinen ist unterschiedlich gut - selbst dann, wenn ich mit dem Namen des Praxisbetreibers eine Suchanfrage stelle. Das liegt zum Einen an der Qualität des Codes im „Untergrund“, aber auch daran, wie gut eine Seite suchmaschinentechnisch optimiert wurde. Auffallend ist aber, dass bei den meisten Suchbegriffkombinationen als „Treffer“ zuerst irgendwelche Portalseiten auftauchen, auf denen die betreffende Arztpraxis eingetragen ist. Erst sekundär gelangt man auf konkrete Praxiswebseiten. Eine Ausnahme bietet bei Google die Funktion „Lokale Branchenergebnisse“, die bei bestimmten Suchanfragen gleich oben auf der Suchergebnisseite auftaucht. Hier jedoch steht eine Arztpraxis in direkter Konkurrenz zu anderen Arztpraxen im Raum Heidelberg.

Vielfältige Fehler:

Die Fehler, die bereits bei oberflächiger Betrachtung gemacht werden, sind vielfältig und oft genug zeigt sich, dass die Grundsätze einer Suchmaschinenoptimierung nicht wirklich begriffen worden sind. Suchmaschinenoptimierung kann sich nicht darin erschöpfen, die Meta-Tags im Quellcode mit einer Unzahl an möglichen Suchworten vollzustopfen.

Das aber ist der häufigste Fehler der untersuchten Webseiten. Es geht aber ganz sicher anders und besser. Sie müssten mich nur mal fragen...

Bildquelle: morguefile | ppdigital

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Ärzte und Therapeuten brauchen kein Marketing?

Als Anbieter einer Dienstleistung eine Webseite zu betreiben, bedeutet nichts Anderes, als die eigene Leistungsfähigkeit im Internet darzustellen. Da das etwas mit "Markt" zu tun hat, geht es beim Webdesign um Marketing. Wer allerdings "Marketing" als Werbegeschrei missversteht, befindet sich ganz einfach auf dem Holzweg.

Immer wieder ist zu hören, dass Marketing und medizinisch-therapeutische Dienstleistungen würden sich einander ausschliessen. Aber: Stimmt das...?



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Therapie bzw. Diagnostik ist eine unternehmerische Leistung.


Eine unternehmerische Leistung anzubieten, bedeutet aber auch, dass man auf einem Markt, eben auf dem Gesundheitsmarkt, agieren muss. Ob man das will oder nicht, man wird man daher in irgendeiner Weise "Marketing" betreiben müssen.

Unternehmerisches Handeln kann nicht einfach nur ein Agieren "ins Blaue" hinein sein. So etwas mag funktionieren, wenn es keine Konkurrenz gibt und wenn das Produkt oder die Dienstleistung selbsterklärend ist und ein Bedarf nach dieser Dienstleistung bzw. dem Produkt von sich aus vorhanden ist. Je mehr aber eine Dienstleistung oder ein Produkt sich von diesen beiden Kriterien entfernt, desto mehr Aufwand an "Marketing" wird ein Anbieter therapeutischer Dienstleistungen treiben müssen.

Der Begriff "Marketing" wäre allerdings falsch verstanden, wenn man den Begriff auf reine Werbung reduzieren würde. Marketing umfasst weit mehr - von der hochqualifizierten Ausbildung bis zum "Verkauf" einer Dienstleistung. Und hier irgendwo reiht sich eine Praxiswebseite ein.

Nehmen wir als Beispiel einen Therapeuten, der irgendeine "Körpertherapie" anbietet: "Körpertherapie" ist eine Dienstleistung, die (wie beispielsweise auch das Erstellen von Praxiswebseiten) erklärungsbedürtig ist, denn letztlich stellt sich jeder potentielle Abnehmer dieser Dienstleistung etwas Anderes unter dem Angebot "Körpertherapie" vor - von Wohlfühlmassagen über Rolfing und Feldenkraistherapie bis hin zu eher im Rotlichtmilieu angesiedelten Dienstleistungen mag da Alles vorkommen.

Und genau hier kommt beispielsweise eine Praxiswebseite ins Spiel.


Mit einer Webseite könnte sich der „Körpertherapie“ anbietende Therapeut darum bemühen, Verständnis und letztlich auch einen Bedarf für sein erklärungsbedürftiges Produkt zu wecken. Dabei geht es auch sekundär um die Neugewinnung von Patienten oder Klienten, primär jedoch geht es um die Vermittlung eines Qualitätsansatzes. Und diese Qualität, die er hier vermitteln könnte, kann durchaus als Teil des von vom Therapeuten zu Recht eingeforderten Vertrauens zwischen Patient und Therapeut sein.

"Marketing“ und Vertrauen schliessen sich einander nicht aus.


Im Gegenteil: Wenn man "Marketing" als Service zum Nutzen beider Seiten begreift, ist Praxismarketing sogar Teil einer solchen Vertrauensbeziehung zwischen Patient und Therapeut.

Für Ärzte gilt im Übrigen das Gleiche wie für den im Beispiel Therapeuten. Nur: Ärzte haben oft noch grössere Schwierigkeiten, sich als Unternehmer zu verstehen, und noch immer begreifen sich Ärzte nicht wirklich als unternehmerisch denkende Freiberufler oder Dienstleister, die ihre Leistung frei gestalten können - und im Rahmen der Möglichkeiten auch müssen. Viel zu sehr sehen sich Ärzte in einen staatlich überreguliertes System eingebunden und sehen sich hier oft genug eher als Opfer denn als gestaltend agierender Unternehmer, der sein ihr Angebot in einer zielführenden Weise auf einem Gesundheitsmarkt anbieten muss.

Zweifelsohne ist es mit einer Praxiswebseite alleine nicht getan. Ein solches Projekt kann immer nur Teil eines Ganzen sein. Und das Ganze findet seinen Niederschlag in einem Marketingkonzept:

  • was biete ich an?

  • wen will ich erreichen?

  • was will ich mit meinem Angebot erreichen?

  • welche Mittel setze ich zur Zielerreichung ein?

sind dabei die zentralen Fragen, die sich ein Gesundheitsdienstleister (egal ob Arzt, Therapeut oder ein Angehöriger einer anderen Berufsgruppe) stellen muss. Kann er darauf keine Antwort geben, lebt er sozusagen von der Hand in den Mund. Und er läuft Gefahr, dass er auf einem sich verändernden Gesundheitsmarkt erst die Orientierung und dann den Anschluss verliert.

Der Gesundheitsmarkt ist schon seit einigen Jahren in erheblichem Masse in einem Umbruch. Anbieter, die hier den Anschluss verpassen, weil sie missachten, dass medizinisch-therapeutische Dienstleistung unternehmerischen Denkens bedarf, wird es in ein paar Jahren nicht mehr geben können...

Bildquelle: morguefile | clarita

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