Oder anders: Nur weil du eine Website hast, heißt das noch lange nicht, dass diese Webseite gut funktioniert oder dass sie das einbringt, was du investiert hast. Schauen wir uns einmal ein paar wichtige, v.a. suchmaschinentechnisch bedeutsame Performance-Faktoren an, die darauf hindeuten können, dass deine Webseite nicht wirklich erfolgreich wird.


Hohe Absprungrate

Die Absprungrate bezeichnet den Anteil von Websitebesuchern, die nur einen einzigen Seitenaufruf erzeugen, die also nach Aufruf der ersten Seite wieder verschwinden. Die Absprungrate gibt wichtige Hinweise dazu, ob das Design oder Inhalt deiner Seite optimiert werden müssen, um Besucher zum Verbleiben auf der Website zu bewegen.

Eine Absprungrate von über 50% sind ein Beleg dafür, dass Besucher, die deine Seite aufrufen, deren Inhalt nicht wirklich interessant finden. Die andere Möglichkeit ist, dass der Inhalt zwar interessant ist, aber schlichtweg schlecht aufbereitet wurde. Es gilt am Inhalt und dessen optischer Aufbereitung zu arbeiten:

  • Vermeide Textwüsten. Dissertationen sind nicht für's Web gemacht.
  • Schau, dass der Seitenbesucher die Informationen, die er finden soll, auch ohne große Umstände findet.
  • Fordere den Seitenbesucher auf, irgendetwas auf deiner Seite zu machen, vielleicht bietest du einen Newsletter an, den er abonnieren kann o.ä. Man spricht hier auch von "Call-to-Action".

Doch aufgepasst: Es kann umgekehrt natürlich auch bedeuten, dass deine Seite so gut ist, dass dem Besucher ein kurzes Überfliegen des Inhalts die benötigen Informationen bieten kann. Dann musst du andere Möglichkeiten in Betracht ziehen, deinen Seitenbesucher zu halten.


Zu wenig Leads

Am Ende zählt für den Erfolg kommerziellen Webseite nur, wieviel Seitenbesucher letztlich zu Kunden geworden sind. Die Faktoren, die das Generieren von Leads verhindern sind vielfältig, vielleicht hat deine Seite einfach nur eine scheuchte Navigation oder der Seitenbesucher weiß nicht wirklich, was er auf deiner Seite machen soll.

Um Leads zu generieren könntest du:

  • Deine Webseite mit einem Email-Marketing verknüpfen und dem Seitenbesucher einen Newsletter anbieten.
  • Du musst den Seitenbesuchern explizit sagen, was sie auf deiner Seite tun sollen und welchen Vorteil sie von deinen Inhalten haben - dies bitte ohne Marketinggewäsch.
  • Erstelle spezielle Landingpages für bestimmte Inhalte. Diese Inhalte bewirbst du beispielsweise in einem Newsletter.
  • Promote deine Seiteninhalte. Möglichkeiten gibt es viele, beispielsweise kannst du Social Media dazu nutzen.
  • Denke über Affiliate Marketing nach. Für kleinere Webauftritte bieten sich hier insbesondere Google Adwords und Facebook Werbung an.

Wenn du eine geringe Anzahl von Lead-Kontakten hast, dann ist das wahrscheinlich ein Zeichen dafür, dass deine Website nicht gut funktioniert. Wenn deine Website schwer zu navigieren ist oder den Leuten eine schlechtes Nutzererlebnis bietet, wird sie auch keine Leads  generieren.


Zu wenig Seitenaufrufe

Geringe Besucherzahlen auf deiner Website sind normalerweise ein Zeichen dafür, dass deine Webseite nicht suchmaschinegerecht aufbereitet ist und daher ein schlechtes Ranking auf den Suchergebnisseiten der Suchmaschinen hat.

Wenn du dir die Zugriffszahlen der Einzelseiten anschaust, kannst du in etwa abschätzen, welche Inhalte interessieren und welche nicht. Das gibt Hinweise darauf, wo Verbesserungsbedarf besteht.

  • Mach deine Webseite bekannt.Allen voran sind hier wieder sie Social Media zu nennen, aber auch einige branchenrelevanten Verzeichnisse (hier aber bitte aufpassen, den hier gibt es reichlich Abzocke-Angebote). Denke bei Bekanntmachen bitte auch an Offline-Medien wie Visitenkarten, Flyer, Zeitungen etc.
  • Erstelle ein Blog und stellte regelmäßig Beiträge ein und versuche andere Blogbetreiber dazu zu bringen, auf deine Seite zu verweisen (das geht nur mit gutem, interessanten und einzigartigem Content).
  • Auch hier kannst du wieder an Affiliate Werbung denken und Seitenbesucher mit bezahlter Werbung auf deine Seite zu holen.


Mangelhafte Click-Through-Rate

Die Click-Through-Rate beschreibt, in welchem Umfang ein Seitenbesucher auf einen bestimmten Link oder Button klickt und wird normalerweise in Zusammenhang mit Online- oder Banner-Werbung verwendet. Er misst die Zahl der Seitenbesucher, die auf einen Link, ein Banner oder einen Button geklickt haben, nachdem sie diesen auf deiner Seite gefunden haben.

Eine niedrige Click-Through-Rate zeigt, dass die Seitenbesucher kein Interesse haben, sich durch die weiteren Inhalte deiner Webseite zu klicken. Was du machen kannst:

  • Bemühe dich um klare Handlungsaufforderungen für deine Seitenbesucher
  • Optimiere deine Seite nach Zielgruppe, also z.B nach Alter, Geschlecht, sozialem Umfeld etc.
  • Optimiere deine Seitentitel, verwende Schlüsselbegriffe und beachte die Hierarchie der Seitentitel.
  • Kürze deine URLs und nutze sprechende, aussagefähige URLs, verwende auch hier Schlüsselbegriffe.
  • Verbessere deine Meta-Beschreibungen, v.a. betrifft dies die Description, die in den Suchergebnisseiten als Zusammenfassung des Seiteninhalts angezeigt wird.


Zu geringe Zahl an Seitenaufrufen

Du musst unterscheiden zwischen dem Aufruf deiner Domain oder Hauptseite (Sitzungen) und dem Aufruf der Einzelseiten (eindeutige Seitenaufrufe).

Eine Sitzung entsteht immer dann, wenn ein Nutzer auf deine Website kommt. Seitenaufrufe entstehen, wenn ein Seitenbesucher sich von einer Landingpage (das kann, muss aber nicht die Startseite sein) zu den Unterseiten hindurchklickt. entweder die Startseite oder eine der Unterseiten einer Website aufruft.

Bei einer zu geringen Zahl an Seitenaufrufen, solltest du dir Gedanken über die grundsätzliche Qualität deiner Seite machen:

  • Denke über ein Redesign deiner Seite nach.
  • Generiere Content, der auch für Nichtfachleute verständlich ist und der an deiner Zielgruppe ausgerichtet ist.
  • Verlinke bzw. Verknüpfe die einzelnen Seiten deines Webauftritts miteinander, so dass sich ein Seitenbesucher durch den Inhalt klicken kann

Bildquelle: Pexels