Der Begriff kommt eigentlich aus der Finanzwelt und bezeichnet Vermögenswerte wie beispielsweise Aktien, Anleihen etc. oder auch das Anlagevermögen eines Betriebs. In der Webdesign-Welt sind Assets auch eine Art digitale Vermögenswerte, insofewrn ist der Begriff schon nicht falsch. Es sind nämlich jene Dateien, die in eine Webseite eingebunden werden und quasi das Vermögen einer Webseite repräsentieren. Insofern stellen diese digitalen Assets auch einen monetären und nicht nur einen ideellen Wert dar.

in RapidWeaver heißen Assets übrigens nicht Assets, sondern Resources. In RapidWeaver-Projekten finden Resources/Assets auf zwei grundsätzlich unterschiedlichen Arten ihren Weg in ein Projekt: Entweder du gliederst sie direkt in die Webseite ein, indem du beispielsweise ein Bild in einen Image-Stack ziehst. In dem Stack kannst du die Dateinamen der Resources/Assets ggfs. umbenennen oder sogenannten ALT-Text hinzufügen. ALT-Text wird ersatzweise angezeigt, wenn aus irgendwelchen Gründen die Asset-Datei selbst nicht im Browser ausgegeben werden kann. Dies ist u.a. für die Suchmaschinenoptimierung wichtig.

Resources kannst du aber auch in einen speziell dafür vorgesehenen Bereich, den Bereich Resources Manager legen bzw. Von RapidWeaver beim Export in ein Verzeichnis /resources/ schreiben zu lassen. Um diesen Bereich zu verwalten, gibt es einen Resources Manager, in welchem du die Assets ablegen und über ein Kontextmenü verwalten kannst. Leider ist es nicht möglich, die Assets im Resources Manager umzubenennen, deshalb musst du die Dateinamen bereits vor dem Einfügen webfreundlich anpassen: D.h. die Dateinamen sollten in Kleinbuchstaben, ohne Sonderzeichen und ohne Umlaute geschrieben werden; außerdem sollten getrennte Begriffe durch Bindestriche miteinander verbunden werden.

Im Bereich Resources abgelegte Assets können aus bestimmten Stacks heraus oder mit geeignetem Code (sofern du nicht mit Stacks arbeitest) verlinkt werden. Auch hier ist es wichtig, sich um ALT-Texte Gedanken zu machen. Das Einfügen von Assets über den Bereich Resources bezeichnet man (zumindest bei Bilddateien) auch als Warehousing.

Resources müssen irgendwie in eine Projektdatei eingebunden werden - dies geht bei RapidWeaver auf zwei unterschiedlichen Wegen: Der erste und seitens RapidWeaver vorgegebene Weg ist es, die Assets von einem Finderverzeichnis aus in den Bereich Resources zu ziehen. Das ist zwar erst einmal praktisch, hat aber den Nachteil, dass die Dateien dann immer am Platz innerhalb der Finderstruktur bleiben müssen, sonst findet die Projektdatei die Assets nicht mehr.

Der m.E. sinnvollere Weg ist es, die Resources direkt in die Projektdatei zu schreiben. Dazu gehst du in die Projekteinstellungen (nein, nicht die Programmeinstellungen). Hier findest du einen Bereich Advanced. Hier klickst du auf Make Document Portable. Damit werden die Assets in die Projektdatei geschrieben und können im Finderverzeichnis gelöscht werden. Auf die exportierte Webseite hat das selbst zwar keinen Einfluss, aber die Projektdateien werden dadurch natürlich größer.

Portable Projektdateien brauche ich auch, wenn du Support von mir haben möchtest, denn nur, wenn ich deine Assets auf meinem Rechner haben, funktioniert deine Seite auch bei mir so, wie du sie angelegt hast.